Altes Brauhaus Rietkötter

Das Alte Brauhaus Rietkötter ist das älteste noch erhaltene Wohngebäude der Bochumer Innenstadt. Das Fachwerkhaus wurde vermutlich nach dem Bochumer Stadtbrand im Jahre 1581 erbaut. Urkundlich belegt ist, dass schon 1645 an dieser Stätte Bier gebraut wurde. Im 17. Jahrhundert soll darin angeblich die Pfarrer-Familie Ostermann gelebt haben. Zum Schutz gegen Feuer wurde das alte Fachwerkhaus im Jahre 1777 verputzt.

Das Haus überstand im 2. Weltkrieg die zahlreichen Bombenangriffe auf Bochum. Lediglich die angebundene Brauerei aus dem 19. Jahrhundert fiel 1943 den Bomben zum Opfer. Neben den Luftangriffen sind viele Bochumer Fachwerkhäuser auch der Innenstadtsanierung zum Opfer gefallen (1930er Jahre Grabenstraße, 1980er Jahre Gerberviertel). Somit gehört dieses Haus, in dem auch der letzte Bochumer Kuhhirte Fritz Kortebusch angeblich oft seinen „Klaren“ getrunken haben soll, zu den wenigen Gebäuden, die an das ehemalige Ackerbürgerstädtchen am Hellweg erinnern. Die Stadt Bochum nahm das alte Brauhaus Rietkötter 1986 in die offizielle Denkmalliste auf.



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