Christuskirche Bochum

Die Kirche der Kulturen gilt als eine der schönsten Gotteshäuser Europas. Die Christuskirche wurde 1875 von der evangelischen Kirchengemeinde in Bochum geplant, und von 1877 bis 1879 durch die Architekten Hartel und Quester verwirklicht. Seitdem gilt die Kirche der Kulturen als eine der schönsten Kirchen Europas. 1931 wurde die Eingangshalle des Turmes nach Plänen des Künstlers Heinrich Rüter zu einer Gedenkstätte für die zahlreichen Gefallenen des 1. Weltkrieges umgestaltet.

Während in der Gedenkhalle des Turmes die sog. „Feindstaaten“ des 1. Weltkrieges unversöhnlich aufgeführt werden, predigen im inneren die Pfarrer Dr. Hans Ehrenberg und Lic. Albert Schmidt gegen das Nazi-Regime. Ehrenberg wurde nach dem Novemberprogrom 1938 in ein KZ-Lager deportiert, Schmidt wurde in der Sakristei der Christuskirche verhaftet nachdem er öffentlich für Ehrenberg betete. Aus der Geschichte der Christuskirche entwickelte sich die neue Bedeutung der Kirche als Kirche der Kulturen. Als Haus des Einen Gottes, für die eine Welt in der man angstfrei anders sein kann, für die eine Leitkultur. Die Leitkultur der Differenz.

1943 wurde die Christuskirche bis auf den Turm fast vollständig zerstört. Der Architekt Dieter Oesterlen bezog den historischen Turm in seine Wiederaufbauplanungen 1957-1959 mit ein. Im gelang eine fantastische Kombination neugotischen Kirchenturmes und des modernen Kirchenschiffs. Die Restaurieung des mittlerweile einsturzgefährdeten Turmes übernahmen 2001-2005 das Architekturbüro Harder & Pöpsel sowie die Ingenieurgesellschaft Krätzig und Partner.



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