Zeche Hannover
Der erhaltene Teil der Zechenanlagen wird heute als Museum genutzt. Der Malakow-Turm über Schacht I und das Maschinenhaus sind erhalten. Das Grubenlüftergebäude wird als Cafeteria genutzt. Neben den Gebäude stehen zwei Diffusoren, über die die Abwetter vom Grubenlüfter in die Atmosphäre geleitet wurden. Höhepunkte eines Besuch im LWL-Industriemuseum sind der Malakow-Turm, der begangen werden kann, und die Dampfmaschine mit Treibscheibenförderung von 1893. Die Fördermaschine wurde restauriert und kann mit einem Elektromotor in Gang gesetzt werden. Sie ist die älteste am Originalstandort erhaltene Dampfmaschine des Steinkohlenbergbaus im Ruhrgebiet. Im Maschinenhaus zeigt das LWL-Industriemuseum während der Sommeröffnungszeiten Ausstellungen.
Auf dem Museumsgelände hat der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) als Museumsträger 2001 das Kinderbergwerk „Zeche Knirps“ eröffnet, dessen ‘Schacht’ auf dem Standort des ehemaligen Schachtes 5 steht. In Teamarbeit lernen Kindergruppen hier, wie ein Bergwerk funktioniert. Alle zwei Jahre finde auf dem Zechengelände das Dampffestival Ruhr statt, bei denen straßengebundene Dampffahrzeuge aus mehreren europäischen Ländern unter Dampf präsentiert wurden.
Ein Ensemble von drei privat gebauten Siedlungshäusern aus den 1890er Jahren konnte vom LWL-Industriemuseum erhalten werden und wird in das Museum der Zeche Hannover einbezogen. Die Häuser verfügten ursprünglich über je 131 Quadratmeter Wohnraum und boten Platz für vier bis fünf Wohnungen. Ein Haus ist heute annähernd im Originalzustand von 1890/91 erhalten. Die anderen wiesen nach dem Zweiten Weltkrieg einen hohen Schadensgrad auf und wurden beim Wiederaufbau 1949/50 teilweise verändert. Seit 1997 sind die drei Gebäude ein eingetragenes Denkmal und stehen heute im Besitz des Landschaftsverbandes Westfalen Lippe.
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